Ernährung

Ernährung im ersten Lebensjahr und danach…

Wo anfangen und wo aufhören, wenn man die Vielzahl und Meinungen von Säuglingsnahrungen, Büchern, Zeitschriften und Beraterinnen und Beratern bedenkt, wo Sie sich als Eltern mit und ohne Erfahrungen informieren können.
Eines ist jedoch gewiss, alle die Sie mehr oder weniger kompetent umschwärmen, wollen Ihnen etwas verkaufen. Doch brauchen Sie das alles? Sicher nicht!
Lassen Sie sich bei Bedarf von Ihrer Hebamme oder Ihrem Kinderarzt beraten, denn die Ernährung ist das Normalste von der Welt und funktioniert auch ohne „Betriebsanleitung“. Es gibt durchaus seriöse Zeitschriften und Bücher rund ums Kind, doch auch manche Widersprüche, die verwirrend sind. Also, manchmal ist eben weniger mehr.
Als erste Nahrung für Ihr Baby ist Muttermilch gedacht. Bleiben Sie ruhig und gelassen, denn Stillen ist einfach, aber es ist eben auch noch kein Meister vom Himmel gefallen.
Muttermilch ist das, was Sie Ihrem Kind als das Maximum an Qualität anbieten können. Sie ist immer verfügbar, optimal in ihrer Zusammensetzung und Temperatur. Etwas Besseres gibt es nicht! Und glauben Sie mir bitte, dass echte Stillhindernisse selten sind und jede Mutter eigentlich stillen kann. Der Mensch ist das einzige Lebewesen, dass die natürliche Ernährung eines Säuglings nahezu zum Erliegen gebracht hat. Die Ursachen sind da sehr vielfältig. Schlussendlich spielen da auch die Hersteller von Säuglingsnahrungen eine Rolle, deren Vielfalt kaum noch zu überblicken ist.

Stillen

Stillen Sie möglichst 6 Monate voll. Wenn Sie sich unsicher fühlen, lassen Sie sich beraten(Hebamme und Kinderarzt).
Das Funktionsprinzip ist: Das Kind bestimmt: Wann – Wie oft – Wie viel!
Daher ist die Anzahl der Mahlzeiten völlig variabel und kann zu Anfang von 4 bis 10 oder 12 und mehr schwanken. Versuchen Sie bitte nicht, einen Rhythmus zu „erfinden“ oder sich durch unnütze Ratschläge verwirren zu lassen.

Sie und Ihr Kind werden Ihren eigenen und richtigen Weg finden!

Ab dem vollendeten 6. Lebensmonat wird zugefüttert. Dazu aber später.

Sollte wieder erwarten mit dem Stillen nicht klappen, bieten sich auch sehr gute Möglichkeiten an, um Ihr Kind gesund zu ernähren. Unter den Fertignahrungen für die ersten 4-6 Monate sind die Pre-Nahrungen die erste Wahl. Diese ist der Muttermilch nahezu vollständig angepasst, daher spricht man hier von adaptierten Nahrungen. Dabei ist es gleichgültig, welche Nahrung Sie wählen. In Deutschland ich die Zusammensetzung der einzelnen Nahrungen in engen Grenzen vorgeschrieben. Gewiss, es gibt geschmackliche Unterschiede, die aber ohne Bedeutung sind. Manche Hersteller aromatisieren mit Vanille und „manipulieren“ damit Ihr Kind, will heissen, Ihr Kind merkt sich den Geschmack und will denn immer diese Nahrung.
Eigentlich ist Ihrem Kind der Geschmack völlig egal. Kosten Sie mal Muttermilch und dann wissen Sie warum. Ich meine, dass Muttermilch nicht unbedingt ein Genuss ist.
Wichtig für Sie zu wissen ist, dass das Sättigungsverhalten von Muttermilch und Pre-Nahrungen gleich ist, also: Das Kind bestimmt: Wann – Wie oft – Wie viel!
Wenn Sie dieses Prinzip beachten, klappt das auch gut.
Einige Mütter haben von Seiten der Konsistenz der Pre-Nahrungen Bedenken, weil sie so dünnflüssig ist. Aber, haben Sie sich mal Muttermilch genau betrachtet und mal gekostet? Na ja, ich will ja nichts sagen.
Aber es gibt nichts Besseres für Ihr Baby als Muttermilch!!!
Dennoch weichen viele Mütter, aus den o.g. Gründen, auf sogenannte Folgenahrungen aus. Grundsätzlich machen Sie auch hier nichts falsch, allerdings ist die Zusammensetzung etwas anders. Deshalb spricht man hier von teiladaptierten Nahrungen.

Zufüttern – Wann und Übergang zur Kleinkinderkost

Grundsätzlich sollte Sie versuchen 6 Monate voll zu stillen. Dann folgen im Abstand von 4-6 Wochen:
1. Gemüsebrei(milchfrei)
2. Milchbrei
3. Obst-Getreide-Brei
So sind die Empfehlungen der Kinder- und Jugendärzte. Ich weiss aber auch aus eigenen Erfahrungen, dass da Vieles anders läuft. Dass kann ich aber auch nicht ändern. Da wird „angedickt“ mit Schmelzflocken und Co. und mit Fruchtsäften und Fruchtmus gemixt…Ob das sinnvoll und empfehlenswert ist, wird nicht hinterfragt.
es würde aber zu weit führen, dass gründlich darzulegen.
Mit 10 – 12 Monaten beginnt man, je nach Gebissentwicklung, auf Kleinkinderkost umzustellen. Muttermilch bring nach dem vollendeten ersten Lebensjahr Ihrem Kind keinen messbaren Vorteil mehr.

Noch etwas zum Thema: Muss mein Kind trinken und wie viel?

Vollgestillte Säuglinge stillen ihren Flüssigkeitsbedarf komplett über die Muttermilch.
Daher anlegen, wenn Sie den Eindruck haben, dass Ihr Kind Durst hat. Sie können da nichts falsch machen. Sollte es wirklich sehr heiss sein(Sommer), dann können Sie etwas zu trinken anbieten. In Frage kommt ein für Säuglinge geeignetes stilles und natriumarmes Mineralwasser. Es geht auch abgekochtes und abgekühltes Leitungswasser. Vorsicht bei eigener Hauswasserversorgung, z.B. auf dem Land.
Ich persönlich halte alle Sorten von Tee für entbehrlich, auch sogenannte „Kinderwasser“ sind nur Geldschneiderei. Obst- und Fruchtsafte sind als Nahrungsmittel einzustufen, da sie Kalorien haben! Auch in mit Wasser verdünnter Form sind sie vollkommen entbehrlich.
Und noch eine Bitte! Lassen Sie Ihr Kind trinken und dann stellen Sie Flasche oder Trinkbecher wieder weg. Verhindern Sie unbedingt ein „Dauernuckeln“ und damit schwere Zahnschäden. Dabei ist der Inhalt der Trinkflasche völlig egal.
Ich selber habe mittlerweile 2 Enkeltöchter, die nach diesen Empfehlungen bestens gediehen sind. Beide trinke auch heute noch vorwiegend ein geeignetes Mineralwasser ohne Zusätze.
Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie mich einfach.

Scan the QR Code

Das Thema wird fortgesetzt!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.